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Ihre Ausbildung in der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege

Die Ausbildung im Bildungsinstitut Gesundheit - BIG

Zum Klinikum Leer gehört eine staatlich anerkannte Kranken- und Kinderkrankenpflegeschule mit dem Namen BIG - Bildungsinstitut Gesundheit. Das BIG hat 80 Ausbildungsplätze in der Krankenpflege sowie 45 Ausbildungsplätze in der Kinderkrankenpflege. Durch den raschen Fortschritt der Medizin läßt sich das Berufsbild einer qualifizierten Pflegefachkraft nicht mehr mit der pflegerischen Tätigkeit von einst vergleichen. Daher ist die jeweilige Ausbildung vielseitig differenziert und setzt hohe Maßstäbe.

Mehr Informationen zur Gesundheits- und Krankenpflege
Mehr Informationen zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflege 

Voraussetzungen:
Gesundheitliche Eignung
Sekundarabschluss I oder Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer zweijährigen, abgeschlossenen Berufsausbildung
Krankenpflegehelfer/innen und Altenpflegehelfer/innen mit erfolgreich absolvierter einjähriger Ausbildung 

Beginn: am 1. Oktober jeden Jahres  (Jetzt neu: zusätzlicher Ausbildungsbeginn am 1. April 2016)

Eine Unterkunft im Personalwohnheim ist nach Absprache möglich. 

 

 

Bewerbungen schicken Sie bitte an: 

Klinikum Leer

Personalabteilung

Augustenstraße 35-37

26789 Leer

 

Der theoretische und praktische Unterricht umfasst folgende Themenbereiche: 

1.  Pflegesituationen bei Menschen aller Altersgruppen erkennen, erfassen und bewerten     

Sie lernen: auf der Grundlage pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse und pflegerelevanter Kenntnisse der Bezugswissenschaften, wie Naturwissenschaften, Anatomie, Physiologie, Gerontologie, allgemeine und spezielle Krankheitslehre, Arzneimittellehre, Hygiene und medizinische Mikrobiologie, Ernährungslehre, Sozialmedizin sowie der Geistes- und Sozialwissenschaften, Pflegesituationen wahrzunehmen und zu reflektieren sowie Veränderungen der Pflegesituationen zu erkennen und adäquat zu reagieren, unter Berücksichtigung der Entstehungsursachen aus Krankheit, Unfall, Behinderung oder im Zusammenhang mit Lebens- und Entwicklungsphasen den daraus resultierenden Pflegebedarf, den Bedarf an Gesundheitsvorsorge und Beratung festzustellen, den Pflegebedarf unter Berücksichtigung sachlicher, personenbezogener und situativer Erfordernisse zu ermitteln und zu begründen, ihr Pflegehandeln nach dem Pflegeprozess zu gestalten.  

2.  Pflegemaßnahmen auswählen, durchführen und auswerten      

Sie lernen: pflegerische Interventionen in ihrer Zielsetzung, Art und Dauer am Pflegebedarf auszurichten, die unmittelbare vitale Gefährdung, den akuten oder chronischen Zustand bei einzelnen oder mehreren Erkrankungen, bei Behinderungen, Schädigungen sowie physischen und psychischen Einschränkungen und in der Endphase des Lebens bei pflegerischen Interventionen entsprechend zu berücksichtigen,  die Pflegemaßnahmen im Rahmen der Beziehung mit einer entsprechenden Interaktion und Kommunikation alters- und entwicklungsgerecht durchzuführen,  bei der Planung, Auswahl und Durchführung der pflegerischen Maßnahmen den jeweiligen Hintergrund des stationären, teilstationären, ambulanten oder weiteren Versorgungsbereichs mit einzubeziehen, den Erfolg pflegerischer Interventionen zu evaluieren und zielgerechtes Handeln kontinuierlich an den sich verändernden Pflegebedarf anzupassen.       

3.  Unterstützung, Beratung und Anleitung in gesundheits- und pflegerelevanten Fragen fachkundig gewährleisten      

Sie lernen: Pflegebedürftige aller Altersgruppen bei der Bewältigung vital oder existentiell bedrohlicher  Situationen, die aus Krankheit, Unfall, Behinderung oder im Zusammenhang mit Lebens- oder Entwicklungsphasen entstehen, zu untertützen,  zu Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge, zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung von Gesundheit anzuregen und hierfür angemessene Hilfen und Begleitung anzubieten,  Angehörige und Bezugspersonen zu beraten, anzuleiten und in das Pflegehandeln zu integrieren, die Überleitung von Patienten / Patientinnen in andere Einrichtungen oder in Bereiche in Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen kompetent durchzuführen sowie die Beratung für Patienten / Patientinnen und Angehörige oder Bezugspersonen in diesem Zusammenhang sicherzustellen.     

4. Bei der Entwicklung und Umsetzung von Rehabilitationskonzepten mitwirken und diese in das Pflegehandeln integrieren       

Sie lernen: den Bedarf an pflegefachlichen Angeboten zur Erhaltung, Verbesserung und Wiedererlangung der Gesundheit systematisch zu ermitteln und hieraus zielgerichtetes Handeln abzuleiten,  Betroffenen in ihrer Selbstständigkeit zu fördern und sie zur gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen   

5.  Pflegehandeln personenbezogen ausrichten      

Sie lernen: in ihrem Pflegehandeln insbesondere das Selbstbestimmungsrecht und die individuelle Situation der zu pflegenden Personen zu berücksichtigen,  in ihr Pflegehandeln das soziale Umfeld von zu pflegenden Personen einzubeziehen, ethnische, interkulturelle, religiöse und andere gruppenspezifische Aspekte sowie ethische Grundfragen zu beachten.    

6.  Pflegehandeln an wissenschaftlichen Erkenntnissen ausrichten       

Sie lernen: sich einen Zugang zu pflegewissenschaftlichen Verfahren, Methoden und  Forschungsergebnissen zu verschaffen,   Pflegehandeln mit Hilfe von pflegetheoretischen Konzepten zu erklären, kritisch zu reflektieren und die Themenbereiche auf den Kenntnisstand der Pflegewissenschaft zu beziehen, Forschungsergebnisse in Qualitätsstandards zu integrieren. 

7.  Pflegehandeln an Qualitätskriterien, rechtlichen Rahmenbestimmungen sowie wirtschaftlichen  und ökologischen Prinzipien ausrichten       

Sie lernen: an der Entwicklung und Umsetzung von Qualitätskonzepten mitzuwirken,  rechtliche Rahmenbestimmungen zu reflektieren und diese bei ihrem Pflegehandeln zu berücksichtigen,  Verantwortung für Entwicklungen im Gesundheitssystem im Sinne von Effektivität und Effizienz mitzutragen,  mit materiellen und personalen Ressourcen ökonomisch und ökologisch umzugehen. 

8.  Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken       

Sie lernen: in Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten sowie den Angehörigen anderer Gesundheitsberufe, die für die jeweiligen medizinischen Maßnahmen erforderlichen Vor- und Nachbereitungen zu treffen und bei der Durchführung der Maßnahmen mitzuwirken,  Patientinnen / Patienten bei Maßnahmen der medizinischen Diagnostik und Therapie zu unterstützen, ärztlich veranlasste Maßnahmen im Pflegekontext eigenständig durchzuführen und die dabei relevanten rechtlichen Aspekte zu berücksichtigen. 

9.  Lebenserhaltende Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes einleiten        

Sie lernen: in akuten Notfallsituationen adäquat zu handeln,  in Katastrophensituationen Erste Hilfe zu leisten und mitzuwirken. 

10.  Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen       

Sie lernen: den Pflegeberuf im Kontext der Gesundheitsfachberufe zu positionieren,  sich kritisch mit dem Beruf auseinanderzusetzen,  zur eigenen Gesundheitsvorsorge beizutragen,  mit Krisen und Konfliktsituationen konstruktiv umzugehen.   

11.  Auf die Entwicklung des Pflegeberufes im gesellschaftlichen Kontext Einfluss nehmen        

Sie lernen: Entwicklungen im Gesundheitsdienst wahrzunehmen, deren Folgen für den Pflegeberuf einzuschätzen und sich in die Diskussion einzubringen, den Pflegeberuf in seiner Eigenständigkeit zu verstehen, danach zu handeln und weiterzuentwickeln, die eigene Ausbildung kritisch zu betrachten sowie Eigeninitiative und Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.  

12.  In Gruppen und Teams zusammenarbeiten         

Sie lernen: pflegerische Erfordernisse in einem intra- sowie in einem interdisziplinären Team zu erklären, angemessen und sicher zu vertreten sowie an der Aushandlung gemeinsamer Behandlungs- und Betreuungskonzepte mitzuwirken, die Grenzen des eigenen Verantwortungsbereiches zu beachten und im Bedarfsfall die Unterstützung und Mitwirkung durch andere Experten im Gesundheitswesen einzufordern und zu organisieren, im Rahmen von Konzepten der integrierten Versorgung mitzuarbeiten.   

Die Praktische Ausbildung umfasst folgende Einsatzbereiche:   

I.    Allgemeiner Bereich  

Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der stationären Versorgung in kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten in den Fächern Innere Medizin, Geriatrie, Neurologie,   Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, Wochen- und Neugeborenenpflege 

Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der ambulanten Versorgung in präventiven, kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten       

II.   Differenzierungsbereich 

Gesundheits- und Krankenpflege: Stationäre Pflege in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und Psychiatrie 

Gesundheits- und Kinderkrankenpflege: Stationäre Pflege in den Bereichen Pädiatrie, Neonatologie, Kinderchirurgie, Neuropädiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie