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Weitere Funktionsbereiche

Zentralsterilisation

Während die Versorgung der Krankenstationen mit Speisen, Wäsche und Medikamenten schon im letzten Jahrhundert zentralisiert für den Krankenhausbetrieb erfolgte, wurde das anfallende Sterilgut noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts überwiegend dezentral, z.B. in den Ambulanzen oder auf einzelnen Stationen, sterilisiert. Die Zentralisierung der Sterilisation erfolgte schrittweise. Die aktuelle Entwicklung ist die Einrichtung zentraler Sterilisations- und Versorgungsabteilungen, die selbständig die Aufbereitung von Sterilisiergut und die Versorgung mit Sterilgut für das gesamte Krankenhaus übernehmen. 

Im Jahre 1998, als das Medizin-Produkt-Gesetz in Kraft trat, wurde von der Krankenhausleitung der komplette Umbau des Steris nach modernsten Richtlinien beschlossen. Die Gesamtinvestitionskosten wurden auf 700.000 DM errechnet und der Zeitablaufplan sah eine Bauzeit von zwölf Wochen vor. Planung, Ausschreibungen, Vergabe der Gewerke und die Beaufsichtigung der Durchführung wurde von der Technischen Abteilung erbracht. Im Dezember 1998 begann dann der Auszug aus dem alten Steri und die Einrichtung einer Übergangslösung mittels eines mobilen Steri – Containers und weiteren dezentralen Räumlichkeiten in denen gereinigt, aufbereitet und gepackt wurde. Unter diesen erschwerten Bedingungen lief der Betrieb ohne Qualitätseinbuße weiter, was nur durch das enorme Engagement der MitarbeiterInnen erreicht werden konnte. Am 18.01.1999 wurde mit dem Abriß der alten Steri - Einrichtung begonnen. Eine Staubwand trennte die Baustelle von den OP – Sälen in denen unvermindert weiter operiert wurde. Die Lärmbelästigung stellte sich zunächst als starke Belastung dar, die allerdings mit fortschreitender Bauzeit immer geringer wurde. 

Eingebaut wurden in den neu konzipierten Bereich zwei Dampfsterilisationsautomaten und zwei Reinigungs- und Desinfektionsautomaten auf ca. 150 Quadratmetern. Diese teilt sich auf in den Naßbereich, den Packbereich / Sterilisation und das Sterilgutlager wobei es innerhalb des gesamten Bereiches keine Kreuzungswege gibt. Vier MitarbeiterInnen arbeiten in der Abteilung, in der jetzt eine kreuzungsfreie Ver- und Entsorgung der OP’s und der Peripherie sichergestellt ist. Sie sind verantwortlich für die Einhaltung der vorgeschriebenen Qualitätsstandards, die Qualitätssicherung, die umfassende Dokumentation und den wirtschaftlichen Einsatzes des Sterilgutes. Nach einer Bauzeit von nur zehn Wochen hat die Zentrale Sterilisations- und Versorgungsabteilung am 29. März 1999 offiziell den Betrieb aufgenommen. Sie gehört zu den zur Zeit modernsten Anlagen in Norddeutschland. 

Seit Frühjahr 2011 arbeiten die Mitarbeiter der Zentralsterilisation in einem komplett neu gebauten Geschoss für diesen Bereich. Somit genügt die neue Zentralsterilisation im Klinikum Leer den höchsten Hygiene- und Arbeitsanforderungen und bildet die Basis für stetig einwandfreies Arbeitsmaterial, bei diagnostischen, operativen und allen anderen Eingriffen und Behandlungen.

Labor

Das Zentrallabor bietet für die jährlich 30.000 ambulanten und stationären Patienten der Klinikum Leer gGmbH labordiagnotische Verfahren. Für die ärztliche Diagnose sowie die Behandlungs- und Therapieüberwachung der Patienten liefert die Labordiagnostik einen unerlässlichen, oftmals entscheidenen Beitrag. Das neue Zentrallabor wurde auf einer Fläche von 370 Quadratmetern errichtet. Das neunköpfige Team unter der Leitung von Frau Edith Olthoff führt jedes Jahr rund um die Uhr mehr als 350.000 Analysen durch. Für die vielfältigen Methoden stehen den medizinisch-technischen Mitarbeitern modernste Geräte zur Verfügung, die die geforderten Analysemthoden präzise und schnell abarbeiten können. So können am Tag ca. 95% der geforderten Untersuchungen abschließend bearbeitet werden. In der Routineversorgung werden insgesamt im Zentrallabor täglich zwischen 250 bis 300 Proben bearbeitet. Davon in der Gerinnung ca. 60 Proben, in der klinischen Chemie und in der Hämatologie ca. 120 Proben. Zusätzlich werden zahlreiche Spezialuntersuchungen in Serum, Liquor, Vollblut, und Urin durchgeführt. 

Das Notfalllabor steht rund im die Uhr mit einem breiten Analysespektrum zur Verfügung. Schwerpunkt der Labordiagnostik im Notfall ist die besonders zeitnahe Analyse und Befundübermittlung dringlicher Untersuchungen.  Im Blutdepot stehen jederzeit ausreichend Blutkonserven aller Blutgruppen zur Verfügung.